Wie ist der Ablauf?

In der Regel benötigen wir für die Einleitung der interdisziplinären Eingangsdiagnostik eine Verordnung Ihres Kinderarztes.

Daneben bieten wir die Möglichkeit der „offenen Anlaufstelle“, d.h., Sie rufen uns an und vereinbaren einen ersten Beratungstermin.

Wir führen zunächst ein ausführliches Gespräch mit Ihnen, um gemeinsam herauszufinden, worum es eigentlich geht und, um die Vorgeschichte Ihres Kindes von Ihnen zu erfahren.

Diagnostik

Sollten wir gemeinsam mit Ihnen zu der Einschätzung kommen, dass eine interdisziplinäre Diagnostik sinnvoll erscheint, führt der nächste Weg zum Kinderarzt. Wenn dieser unsere Einschätzung teilt, wird er Ihnen in der Regel die notwendige Verordnung ausstellen.

Dann folgt ein weiterer Termin, in dem eine pädagogische Fachkraft mit Ihrem Kind einen standardisierten Entwicklungstest durchführt und/oder eine freie und strukturierte Spielsituation beobachtet, um den Entwicklungsstand Ihres Kindes, seine Stärken und seinen Förderbedarf festzustellen.

Danach führt unser Kinderarzt eine entwicklungsneurologische Untersuchung durch. Wenn nötig, rät er zu weiterführender Diagnostik (EEG, MRT, Humangenetik, etc.).

Bei Bedarf wird ein therapeutischer Fachbereich in die Diagnostik einbezogen, um fachspezifische diagnostische Kenntnisse in den Prozess einzubringen (Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie).

Wenn Ihr Kind bereits einen Regelkindergarten besucht, nehmen wir auch gerne Kontakt mit den Erzieherinnen auf, um Informationen aus dem Alltag in der Gruppe in die Diagnostik einzubeziehen. Dies kann in einer direkten Beobachtung erfolgen oder telefonisch und nur, wenn wir von Ihnen hierzu die Entbindung von der Schweigepflicht erhalten.

Am Ende dieses Diagnostikprozesses entwickeln die beteiligten Fachleute den Förder- und Behandlungsplan für Ihr Kind, in dem Empfehlungen für die umfassende Förderung Ihres Kindes stehen. 

Dieser Plan wird mit Ihnen besprochen und Ihnen ausgehändigt.

Das Ergebnis kann sein, dass Ihr Kind die solitäre heilpädagogische Förderung benötigt oder die Komplexleistung Frühförderung mit heilpädagogischer Förderung und einer oder mehrerer therapeutischer Maßnahmen. 

Ebenso kann sich herausstellen, dass Ihr Kind altersgerecht entwickelt ist, oder einfach noch Zeit braucht und keine Förderung durch die IFF notwendig ist, bzw. eine einzelne therapeutische Maßnahme, wie z.B. Logopädie ausreicht.

Wenn Förderbedarf durch unsere Einrichtung festgestellt wird, stellen wir für Sie den Antrag auf Kostenübernahme bei den Kostenträgern. 

Wie geht es weiter?

Sobald ein freier Förderplatz zur Verfügung steht, erhalten  Sie und Ihr Kind regelmäßige Termine bei einer  heilpädagogischen Fachkraft. Die heilpädagogische Förderung kann in den Räumen der Frühförderung (Steinstr. oder Bergische Landstr.), im Kindergarten oder bei Ihnen zu Hause stattfinden.

Wenn Ihr Kind Maßnahmen im Rahmen der Komplexleistung erhalten soll, kommen Termine bei unseren Kooperationspartnern hinzu. Die Therapien (Logopädie, Ergotherapie und/oder Physiotherapie) finden in unseren Räumen oder in den jeweiligen Praxen statt.

Die am Förderprozess beteiligten Fachleute tauschen sich mindestens einmal im Quartal über die Förderung und Therapie Ihres Kindes aus, um die Vorgehensweise untereinander abzustimmen.

Nach einem Jahr Förderung/Therapie muss eine erneute Diagnostik erfolgen, um den Entwicklungsstand und die Fortschritte zu dokumentieren und bei Bedarf die Maßnahmen zu verändern und anzupassen.